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Don’t quit your Daydream: Warum du nicht auf den inneren Kritiker hören sollst

Seit ein paar Wochen höre ich in Instagram Reels das Lied „Daydream“ von Lily Meola. Der Songtext hat bei mir wirklich eingeschlagen und ist tatsächlich die Inspiration für diesen Blogpost.



„ When we were kids in the backyard

Playing astronauts and rockstars

No one told us to stop it

Called us unrealistic

[…]

We all got these big ideas

One day, they're replaced with fears

How did we get here?

Darlin', don't quit your daydream

It's your life that you're making“

Lily Meola hat damit so ziemlich den Nagel auf den Kopf getroffen. Als Kinder haben wir uns erlaubt groß zu träumen, Anderen mit Begeisterung von unserem Vorhaben zu erzählen und uns ganz der Vorfreude hinzugeben.

Und heute? Heute sind die Zweifel und Ängste so groß, dass wir uns nicht mal erlauben den ersten Schritt in Richtung Traum zu gehen. Dabei berauben wir uns der Möglichkeit, dass dieser Traum Wirklichkeit werden kann.


Aber warum ist das so?

Dein Traum passt nicht in die starren Vorstellungen der Gesellschaft

Wir leben in einer Welt, die ganz genaue Vorstellungen davon hat, wie ein „gutes, richtiges“ Leben auszusehen hat. Eine „gute Ausbildung“ und ein „sicherer, seriöser Job“ ist der einzige Weg zum Glück. Du musst hart Arbeiten und deine Arbeit ist eher etwas, das du tun musst und nicht etwas, auf das du dich freust.

In unserer skeptischen Welt ist die Entscheidung, seiner Kreativität nachzugehen, eine der beängstigendsten Entscheidungen, die man treffen kann. Gerade dann, wenn einen auch noch das engste Umfeld für verrückt erklärt und den eigenen Wunsch nicht nachvollziehen kann.


Aber ein kreatives Leben zu führen, bedeutet nicht automatisch zum „verrückten Künstler“ zu werden, so wie man es aus Filmen kennt. Ein kreatives Leben ist vielmehr geprägt von Neugier, dem sich ausprobieren und mehr von den Dingen zu tun, die dir Schmetterlinge im Bauch bereiten.




Die kritischen Stimmen im Außen und im Inneren

Du weißt, wofür dein Herz eigentlich brennt und was du in deinem Leben erschaffen möchtest. Aber statt ins Tun zu kommen, zögerst du. Warum? Weil kritische Stimmen von Außen und dein innerer Kritiker dir einreden wollen, es nicht zu wagen. Aber warum eigentlich?

Wenn dein Umfeld deinen Traum nicht anerkennt

Wie stehen dein Partner, deine Freunde oder deine Familie zu deinem Vorhaben? Sind sie genauso begeistert wie du oder erzählen sie dir eher davon, was da alles schief gehen könnte? Aber warum äußern sie diese Bedenken? Weil sei gerade in genau dem System gefangen sind, aus dem du gerade ausbrechen möchtest. Sich mit dem eigenen kreativen Business selbstständig zu machen, passt bei vielen nicht in das Lebenskonzept.

Ich kenne das nur zu gut. Als ich die Verbeamtung als Lehrerin abgelehnt habe und mich stattdessen mit meiner Fotografie voll selbstständig gemacht habe, ist das nicht bei jeder Person in meinem Umfeld auf Begeisterung gestoßen. Bei manchen waren es eigene Sorgen, die sie auf mich übertragen haben, für Andere war meine Tätigkeit als Fotograf eher ein Hobby und kein „echter“ Beruf. Warum? Weil „richtige“ Arbeit hart ist und keinen Spaß macht.

Ich wünschte letzteres wäre ein Witz, aber das ist leider eine Überzeugung, die bei vielen tief sitzt. Mit meinem Mut mir zu erlauben etwas beruflich zu machen, das mir Spaß macht und sich nicht wie „Arbeit“ anfühlt, habe ich diese Personen vor den Kopf gestoßen. Weil ich mir Etwas erlaubt habe, das sie sich selbst gerne erlauben würden, sich aber verbieten.

Der Kritiker in deinem Kopf

„Das kannst du nicht“

„Was, wenn es schief geht und du scheiterst?“

„Das, was du anbietest, will doch keiner kaufen“

Das sind nur Beispielsätze für die ganzen Gemeinheiten, die dir dein innerer Kritiker an den Kopf werfen kann. Dein innerer Kritiker sagt dir das allerdings nicht willkürlich, sondern verfolgt damit eine Absicht: Dich in Sicherheit zu wissen.

Wenn du etwas Neues wagst oder dich sogar in ein so großes Abenteuer wie die Selbstständigkeit aufmachst, dann begibst du dich auf unbekanntes Terrain. Dein innerer Kritiker hat aber gelernt Unbekanntes = Gefahr und Bekanntes = Sicherheit. Er will dich mit den Dingen, die er dir sagt also beschützen und sieht es als seine Aufgabe an, dich in deinem sicheren Bereich zu halten.


Mit all seinen fiesen Kommentaren will der innere Kritiker dich also nur in einem sicheren Bereich halten und damit dein Überleben sichern. Dabei ist es ihm egal, ob du glücklich bist oder nicht. Das ist auch nicht sein Ziel. Das zu verstehen, hat bei mir so viel mental verändert. Ich kann meinen inneren Kritiker nun liebevoll anerkennen und ihn für das sehen, was er ist: ein Sicherheitsberater.


Lass ich ihn deswegen ans Steuer? Nein, denn die Angst ist nur ein guter Berater für ein langweiliges Leben. Aber ich erkenne meinen inneren Kritiker an. Für mich ist klar, dass Ängste okay sind. Sie sind Teil des Lebens und werden uns auch immer – in verschiedenen Ausprägungen – begleiten. Denn es geht dar nicht darum angstfrei durch’s Leben zu gehen.


Wenn dein innerer Kritiker das nächste Mal laut ist, probiere folgendes mal aus: Nenne das, wovor du Angst hast und erkenne deine Angst an. Statt wie gewohnt die beiden mit einem „Aber“ zu kombinieren, nutze ein „Und“. Das kann zum Beispiel so aussehen: Ich will mich selbstständig machen UND ich habe Angst. Ein paar weitere Beispiele habe ich dir hier unten aufgelistet:

Indem du das Aber in ein Und umwandelst, erkennst du die Angst an und siehst sie als Beifahrer und nicht mehr als abweisenden Türsteher. Deine Angst ist super darin, Risiken zu erkennen. Nutze die Eigenschaft für dich und überlege dir, wie du die Risiken minimieren kannst. Wenn du deinem inneren Kritiker zuhörst, kannst du auch viel über dich lernen: Was sind deine negativen Glaubenssätze über dich und die Welt? Welche Eigenschaften von dir versuchst du weg zu drücken?


Angst und Mut schließen sich nicht aus


Wie oft habe ich schon den Satz gehört „Ich wünschte ich wäre mutiger, dann hätte ich nicht so eine Angst“. Dabei schließen sich Mut und Angst gar nicht aus, sie sind eher ein Team. Denn was macht einen mutigen Menschen aus? Dass er oder sie keine Angst hat? Ist jemand besonders mutig, wenn er oder sie angstfrei eine Sache tut? Oder ist die Person mutiger, die Angst hat, diese anerkennt und sich mit der Angst auf dem Beifahrersitzt an die Sache wagt?


Also ist Mut nicht die Abwesenheit von Angst. Viel eher ist Angst die Voraussetzung dafür, mutig zu sein. Du spürst die Angst, übernimmst selbst das Steuer und setzt die Angst auf den Beifahrersitz.



Strategien für den Umgang mit deiner Angst und deinem inneren Kritiker


Ich möchte dir ein paar Strategien mitgeben, wie du mit der Angst und deinem inneren Kritiker besser umgehen kannst. Denn nur du kannst das Leben erschaffen, das du dir erträumst. Und dafür muss der innere Kritiker weg vom Steuer und sich brav auf dem Beifahrersitz anschnallen.


Angst-Strategie #1: Nimm deine Angst an


Je mehr du versuchst deine Angst wegzuschieben und zu unterdrücken, desto penetranter wird sie. Dabei kann deine Angst dir auch helfen: Sie zeigt dir, wo Probleme auftreten können und welche Risiken sich in deinem Vorhaben verstecken.


Das kann extrem hilfreich sein. Wenn ich zum Beispiel an mein zweites Standbein die Hochzeitsfotografie denke, hat mir die Angst schon das ein oder andere Mal sehr geholfen. Aus Angst, dass mein Equipment an dem Tag nicht so mitspielt, wie ich will, bin ich immer bestens vorbereitet: Extra Akkus, Zweit-Kamera, weitere Speicherkarten und und und. Meine Angst davor, dass ein technisches Problem auftritt, sorgt also dafür, dass ich bei meinen Hochzeiten immer top organisiert und gut vorbereitet bin. Also AUCH WENN bei meinem Equipment ein Problem auftritt, wird das meine Arbeit nicht behindern. Das wissen auch meine Hochzeitspaare sehr zu schätzen.


Du darfst deine Angst also ruhig auch als etwas Positives sehen und sie als Sicherheits-Berater anerkennen. Die „Ich mache das UND habe Angst“-Übung weiter oben im Text kann dir übrigens sehr gut dabei helfen, deine Angst zu aktzeptieren.


Angst-Strategie #2: Wovor genau habe ich eigentlich Angst?


Wenn der innere Kritiker erst einmal in Fahrt kommt, passiert es leicht, dass das konstante Gerede zum Hintergrundrauschen wird. Aber hast du schon einmal genau hingehört? Was genau sagt deine Angst? Wovor will dich dein innerer Kritiker beschützen?


Gerne einmal verlaufen wir uns in Horror-Szenarien. Aber wann hast du dein Worst-Case-Szenario mal zu Ende gedacht? Was kann denn schlimmstenfalls passieren? Wie schlimm ist das wirklich? Und was kann ich tun, wenn der Worst-Case eintritt? Wie könnte ich an die Sache herangehen, um eine Lösung zu finden?


Denn das Problem bei den meisten Horror-Szenarien ist es, dass wir sie nicht zu Ende denken. Wir sind so damit beschäftigt uns vor unserem Kopfkino zu fürchten, dass wir uns gar keine Gedanken mehr dazu machen, was nach dem vermeintlichen Big Bang passiert. Denn wenn du deine Überlegungen einmal wirklich bis zum Schluss durchdenkst, wirst du schnell feststellen, dass sie übertrieben waren.


Angst-Strategie #3: Stärke deinen inneren Cheerleader


Dein innerer Kritiker hat auch einen Gegenspieler: Deinen inneren Cheerleader. Dein innerer Cheerleader führt für dich ein Erfolgstagebuch und hält all die Momente fest, die du gerockt hast. Er weiß wie gut du bist und kennt deine Stärken und Fähigkeiten. Dein innerer Cheerleader ist dein Urvertrauen und weiß, dass du alles in dir trägst, um dich dieser Herausforderung zu stellen.


Statt wie dein innerer Kritiker immer zu fragen, was alles schiefgehen kann, fragt dein innerer Cheerleader: Was, wenn es richtig gut wird?



Wenn also der innere Kritiker laut wird, schreib dir eine Liste mit Erfolgserlebnissen, die zeigen, was du alles schon erreicht hast. Schreib auf, was du richtig gut kannst, wo deine Stärken liegen und welche Fähigkeiten du hast. Du kannst auch anfangen ein Erfolgstagebuch zu führen, in dem du alle großen und kleinen Erfolge festhältst. Das kann von dem ersten eigenen Kunden über eine bestandene Prüfung, bis hin zu einem Lob sein.


In diesem Erfolgstagebuch zu blättern zeigt dir, dass du so viel mehr bist und kannst, als dein innerer Kritiker dir immer einreden will. Du wirst sehen, wie oft du schon Lösungen für Probleme gefunden hast, die einst unbezwingbar schienen. Damit hilfst du deinem inneren Cheerleader deinem inneren Kritiker immer häufiger die Stirn zu bieten.


Das eigene Vertrauen in dich selbst zu stärken, ist auch ein zentraler Teil meiner Coachings. Wenn du es also satt hast an dir zu zweifeln und endlich die ganzen kritischen Stimmen leise drehen willst, dann komm zu mir ins Funkencoaching. Sodass du dir endlich das Leben gestalten kannst, von dem du schon so lange träumst.


Ich bin nur eine Mail oder eine WhatsApp Nachricht von dir entfernt!





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